Debatten rund um die Entwicklung des ländlichen Raums

21. Mai 2019 | Aktuelles

Debatten rund um die Entwicklung des ländlichen Raums

 

Inmitten der Natur und umgeben von hohen Bäumen liegt die Bühne, auf der die Debatten des „Deutsch-Dänischen Festivals“ von dem Interreg5a Projekt Benefit4Regions am 24. Mai 2019 in Tüdal stattfinden. Bevor es los geht, begrüßen Stefan Leyk (deutscher Vorsitzende des Interreg-Ausschusses und Kreispräsident des Kreises Plön) sowie Dr. Wolfgang Buschmann (Landrat des gastgebenden Kreises Schleswig-Flensburg) als deutsche Repräsentanten die Besucher.

Ab 10:45 Uhr starten die insgesamt sechs über den Tag verteilten Debatten. Jede Debatte dauert ca. 45 Minuten. Es moderiert Jeppe Søe, ein in Dänemark bekannter Journalist. Die zentralen Themen lauten „grenzüberschreitende Zusammenarbeit“, „ländliche Entwicklung“ und „Teilhabe“. Sie ziehen sich wie ein „roter“ und ein „blauer“ Faden durch das Tagesprogramm. Die Debatten können sowohl auf Dänisch als auch auf Deutsch verfolgt werden, da sie von Simultandolmetschern direkt übersetzt werden. Auch wenn an diesem Tag die grenzüberschreitende Zusammenarbeit gefeiert wird, werden in den Debatten sicher auch weitere gesell­schaftsrelevante Themen, Situationen und konkrete Handlungsoptionen disku­tiert, die im weitreichenden nationalen Kontext in Deutschland und Dänemark von Relevanz sind.
Hierzu zählt zum Beispiel eine Debatte zu den deutsch-dänische Perspektiven auf Zukunftsvisionen, Stärken und Potentiale der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit im Themenfeld der ländlichen Entwicklung. Teilnehmende dieser Debatten sind Jürgen Blucha (stellv. Leiter der Abteilung Landesplanung und ländliche Räume im Innenministerium SH), Hermann-Josef Thoben (Vorsitzender der Akademie für die ländlichen Räume SH), Grethe N. Saaby (stellv. Vorsitzende des Gemeinsamen Rates der ländlichen Räume Dänemarks) und Erik Lauritzen (Bürgermeister der Sønderborg Kommune).

In einer weiteren Debatte werden Praxiserfahrungen aus Interreg-Projekten ausgetauscht und diskutiert. Erfahren Sie von den erfahrenen Interreg-Projektmanagern Helle Barsøe, Birgitte B. Petersen und Volker Ratje, welche Vor- und Nachteile sie bisher, aus dem von EU-Mitteln geförderten Kooperationsprogramm ”Interreg” zur Stärkung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit erkennen und welche Herausforderungen bei der Planung und Umsetzung von Interreg-Projekten auftreten können.

Wenn Sie sich gefragt haben, welche Vor- und Nachteile die grenzüberschreitende Zusammenarbeit genau für unsere Region hat, werden Sie antworten in der Debatte „Grenzüberschreitende Zusammenarbeit lohnt sich!“ finden. Jens Andresen (Vorsitzender des Grenzvereins), Thomas Becker (Geschäftsführer des STRING-Netzwerkes), Peter Hansen (Leiter des Regionskontors) und Lasse Peter Rodewald (Referatsleiter der Deutschen Botschaft in Dänemark) geben Einblicke in ihre Perspektiven.

Im Anschluss daran können Sie sich als Besucher über die Ergebnisse der wissenschaftlichen Begleitforschung in BenefitRegions informieren. Das geführte Gespräch wird sich rund um das Thema Lösungsansätze für gute grenzüberschreitende Kommunikation und Zusammenarbeit drehen. Dr. Susanne Gretzinger (Süddänische Universität) sowie Franziska Kruse und Dr. Uwe Rammert (vom LLUR) geben Auskunft und stellen sich den Fragen der Besucher.

Einen Ausblick in die Zukunft der transnationalen Zusammenarbeit wagen Stefan Seidler (Koordinator für deutsch-dänische Zusammenarbeit im Europaministerium SH), Stephan Kleinschmidt (u.a. Stadtrat der Stadt Flensburg und Mitglied des B4R-Advisory Boards), Dr. Reinhold Stauß (stellv. Leiter des LLUR) und Dr. Martin Klatt (Forscher an der Süddänischen Universität).

Abschließend kommt die junge Generation zu Wort. Denn der Altersdurchschnitt in ländlichen Regionen steigt zusehends und der demographische Wandel ist eines der am meisten diskutierten Themen. Gleichzeitig nimmt die Digitalisierung Fahrt auf. Die Auswirkungen auf die ländlichen Räumen werden in der letzten Debatte des Tages diskutiert. Maike Jessen aus Tønder, Rikke Lock Harig aus Holm (Sønderborg Kommune) und Carsten Lorenzen aus Fiefbergen erörtern ihre Sichtweise auf die Zukunftspotentiale für den ländlichen Raum und welche Chancen und Potentiale er für junge Menschen birgt. Dr. Hanne Tanvig (Universität Kopenhagen) unterstützt die Debatte und wird die Ergebnisse Ihrer Forschung in die Diskussion einbringen.

Benefit4Regions wünschen Ihnen viel Vergnügen an einem spannenden und lehrreichen Tag im Zeichen der Demokratie.

Zeitplan der Debatten:

10:00 – 10:45 Grußworte
10:45 – 11:30 Ländliche Entwicklung – einen Schritt voraus Deutsch-dänische Perspektiven
11:45 – 12:30 ”Ordnung muss sein” vs. ”Det skal nok gå” Praxiserfahrungen aus Interreg-Projekten
13:00 – 13:45 Grenzüberschreitende Zusammenarbeit – lohnt sich!
14:00 – 14:45 Neues Wissen bewegt die Grenze – Dialog und Zusammen­arbeit im deutsch dänischen                                   Projekt Benefit4Regions
15:00 – 15:45 Grenzenløse Brücken in der Zukunft
16:00 – 16:45 Die junge Generation aufs Land – heute und morgen?

Weitere Information zu den Debatten finden Sie im Programmheft und unter www.benefit4regions.eu/images/b4r/minifolkemode/DEDK-Festival_Programmheft-DEUTSCH_2019_01.pdf